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BESUCHERORDNUNG DES TATRAER NATIONALPARKS

TATRAER NATIONALPARK

Zum wichtigsten Schritt bei der Schutz von Hohen Tatra wurde die Gründung von Tatraer Nationalpark (TANAP) am 18. Dezember 1948. TANAP bilden die Westlichen Tatra zusammen mit den Hohen und Belianske Tatra. Die Gesamtfläche beträgt 741 km2 des eigenen Gebiets und 366 km2 bildet die Schutzzone. Der Sitz von TANAP ist in Tatranská Lomnica. Hier befindet sich auch das Museum des Tatraer Nationalparks. In Tatranská Javorina und auf Štrbské Pleso befinden sich die Informationszentren von TANAP.


Aus dem Gesichtspunkt des Natur- und Umweltschutzes in TANAP sind die Besucher verpflichtet, folgende Hinweise zu beachten:

1) Auf dem eigenen Gebiet des Nationalparks können sich die Besucher frei nur auf den öffentlichen Kommunikationen und touristischen markierten Wanderwegen bewegen.
2) Zelten und Parken ist nur auf den bestimmten und markierten Orten erlaubt. Übernachtung im Freien, auf den Straßen und Parkplätzen ist verboten.
3) Pflücken und Beschädigung von Blumen, Sträuchern und Bäumen ist strengstens verboten.
4) Fangen, Töten und Sammeln von allen Entwicklungsstadien von Lebewesen, wie auch Zerstörung von ihren Biotopen ist verboten. In die Tatraer Täler darf man keine Hunde mitnehmen.
5) Es ist verboten, die Umwelt mit Abfällen zu verschmutzen, wie auch Ruhe und Stille zu stören. Baden in den Gebirgsseen und Bächen ist verboten.
6) Hinweise der kompetenten Mitarbeitern (Naturschutzwache, Waldwache, Bergdienst) sind für die Besucher verbindlich.
7) Bergsteigen, Skialpinismus, Paragliding darf man nur in bestimmten Lokalitäten durchführen.
8) Fahrräder kann man nur auf den öffentlichen Kommunikationen und markierten Radrouten benutzen.

Es gilt der Saisonabschluß von 1. November bis 15. Juni. Gestattet ist nur Auftritt zu den ganzjährlich geöffneten Berghütten.


Es ist traurig, daß man jedes Jahr nach den unverantwortlichen Touristen ein Paar hundert Kilogramm von Abfällen im Rahmen der Aktion „Saubere Berge“ einzusammeln soll. Beim ersten Jahrgang dieser Aktion im Herbst 1979 nahmen 760 Freiwilligen teil und es wurden bis zu 1860 kg von Abfall eingesammelt. In der letzten Zeit entwickelt sich ungünstig die Situation mit der Population von Gemsen, auf deren Anzahlsenkung sich auch der Fremdenverkehr beteiligt. Das Umweltministerium genehmigte vor Kurzem das Programm zur Rettung von Tatraer Berggemsen bis zum Jahre 2005. Das Projekt wird 18,5 Mill. Kronen kosten, und von diesem Geld sind 12 Mill. auf praktische Maßnahmen wie Überwachung, Beobachtung und zusätzliche Fütterung von Gemsen ausgegliedert.